Ischgl Ironbike Marathon 2025

Dort, wo im Winter Skier und Snowboards das Gelände beherrschen und der Schnee die Berge eindeckt, toben sich im Sommer die Mountainbikes aus. Mit zunehmendem Zweirad-Sommertourismus in den Alpen sprießen immer mehr angelegte Mountainbike-Trails und Urlaubsangebote für Biker aus dem Boden. Da kann auch ein Rennen nicht weit sein. So veranstaltete das österreichische Ischgl am 09. August 2025 zum 30. Mal den Ironbike Marathon. Neben dem eigentlichen Mountainbike Marathon, bei dem gleichzeitig auch die österreichischen Meisterschaften dieser Disziplin ausgetragen wurden, gab es zahlreiche weitere Veranstaltungen im Rahmenprogramm. Am Vortag fand zum Beispiel ein Short Track Rennen statt, bei dem die Starterinnen und Starter in einem ca. 20 Minuten kurzem Rennen auf einer Strecke durch das Stadtzentrum von Ischgl gegeneinander antraten.

Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem Ironbike Marathon. Hier wurden verschiedene Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade angeboten, wodurch für alle Mountainbike-Begeisterten eine passende Herausforderung dabei war. Für den AC Weinheim / Mountainbike Bergstraße stand Malte Knöll am Start der „Extremstrecke“: 70 Kilometer mit 3391 Höhenmetern. Nach dem Startschuss im Ortszentrum führte die Strecke das große Teilnehmendenfeld zunächst auf einer breiten Straße weiter das Tal hinauf, bis es auf den ersten Anstieg im Wald einbog. Dieser war mit ungefähr 500 Höhenmetern noch kurz und auch relativ flach verglichen mit den noch folgenden Klettereinheiten. Die anschließende Abfahrt endete kurz vor Galtür bevor es mit einigen Wellen zurück ins Zentrum von Ischgl ging. Dort begann der erste lange Anstieg, der vom Ort bis hinauf zur Bergstation der Silvrettabahn führte. Die ca. 1000 Höhenmeter konnten zum Großteil auf asphaltierten Straßen überwunden werden, die im Winter Teil der Talabfahrt sind. Von der Bergstation aus führte ein spaßiger Singletrail ein kurzes Stück hinab zum nächsten Anstieg. Durch den geschlängelten Verlauf mit Anliegern, Holzrampen und kleineren Steinfeldern blieb allerdings nicht viel Zeit für Erholung. Nach der kurzen Abfahrt führte ging es weitere 500 Höhenmeter auf unbefestigten Wegen hinauf auf 2750 Meter. Erschwerend kam hinzu, dass das Gelände zunehmend steiler wurde und Rampen mit über 20% Steigung keine Seltenheit mehr waren. Als Belohnung folgte eine rasante Abfahrt mit schönen, angelegten Singletrails hinunter in die Schweizer Gemeinde Samnaun. Im Schweizer Tal begann dann der letzte lange Anstieg, der auf unbefestigten Wegen zurück auf 2750 Meter führte. Nach einem gemäßigten Beginn wurde das Gelände im oberen Teil der Kletterpartie erneut steiler und tischte mehrere Rampen mit über 20% Steigung auf. Im Anschluss an die Quälerei durften die zuvor erkämpften Höhenmeter jedoch auf einer langen Abfahrt mit spaßigen Singletrails und rasanten Forstwegen vernichtet werden. Der Zielstrich wartete im Ortszentrum von Ischgl.

Diese Strecke absolvierte Malte in 04:58 Stunden und belegte damit den 60. Gesamtrang und den 10. Platz in seiner Altersklasse bei den Amateuren. Das Gelände in den Alpen bot eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit ungewohnt langen und steilen Anstiegen. Diese Herausforderungen wurden jedoch mit liebevoll angelegten Trails belohnt. Auch das Wetter ließ sich nicht lumpen und prahlte mit strahlendem Sonnenschein vor grandiosem Alpenpanorama.